AP400 - Verkehr, Energie und Infrastruktur

Ziel der TU Berlin (Fachgebiet ODS) ist es, durch eine ganzheitliche Untersuchung die Auswirkungen höherer Penetrationsraten von Elektrofahrzeugen auf die Domänen Verkehr, Fahrzeug und Nutzer zu analysieren und daraus Lösungsvorschläge zu erarbeiten, wie z.B. Komfort für den einzelnen Nutzer und Effizienz des Gesamtsystems erhöht werden können. Darüber hinaus soll untersucht werden, wie neuartige Anwendungen und Systeme aus dem Bereich „Intelligent Vernetzte Mobilität“ gezielt eingesetzt werden können, um die Leistungsfähigkeit des „Gesamtsystems Elektromobilität“ zu erhöhen und für Fahrzeugnutzer und Infrastrukturbetreiber komfortabler zu machen. Insbesondere soll untersucht werden, wie der erweiterte Informationsaustausch, der durch vernetze Mobilität ermöglicht wird, möglichst gewinnbringend im Sinne der Elektromobilität eingesetzt werden kann. Hierzu sollen existierende Lösungen aus dem Bereich „Intelligent Vernetzte Mobilität“ an die speziellen Bedürfnisse der Elektromobilität angepasst und entsprechend erweitert werden. Erste Lösungen die Elektromobilität und „Intelligent Vernetzte Mobilität“ zusammenbringen wurden schon in eMERGE untersucht. So wurde z.B. evaluiert, wie ein Fahrzeugnutzer mit Hilfe einer Tablet-App möglichst effizient zu einer freien Ladesäule in der Nähe seines Ziels navigiert werden kann. Die in eMERGE gewonnen Erkenntnisse sollen in die Untersuchungen in eMERGE II mit einfließen und weiter ausgebaut werden. Während der in eMERGE eingesetzte smart fortwo electric drive hauptsächlich für Kurzstrecken eingesetzt wurde, ist davon auszugehen, dass Nutzer der in eMERGE II eingesetzten Kompakt-Vans (B-Klasse Electric Drive) und Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge längere Strecken zurücklegen werden. Aus diesem Grund soll außerdem in eMERGE II untersucht werden, ob und wenn ja welche Anpassungen der in eMERGE entwickelten Lösungen aufgrund des veränderten Fahrverhaltens notwendig sind.

Ziel der TU Berlin WIP ist die Identifikation und Untersuchung übergreifender Modelle für das integrierte Angebot heterogener Ladeinfrastrukturen (Verortung, Ladeverfahren) unter Berücksichtigung von realitätsnahem Nutzerverhalten. In einem ersten Schritt erfolgt die Einordnung in einen ökonomischen Untersuchungsansatz, der insbesondere die unterschiedlichen Eigenschaften von öffentlicher, halböffentlicher und privater Ladeinfrastruktur und aller gängigen Ladetechnologien (AC 1, AC 3, DC) abbildet.

Im Zentrum steht die Erarbeitung einer Systematik für Koordinationsfragen sowie Angebots- und Regulierungsdimensionen im Kontext komplementärer Ladeinfrastrukturen und Ladetechnologien aus der kurz- und langfristige (Unterscheidung Forschungsphase, Implementie-rungsphase, Angebotsphase sowie sequenzielle Maßnahmen für verschiedene Ladeinfrastrukturen) Handlungsoptionen und -empfehlungen für die öffentliche Hand abgeleitet werden sollen.